Bei den strikt durchorganisierten Meisterschaften wurden die Mehrkämpfe in allen Altersklassen  ab 14 bis zu den Erwachsenen parallel ausgetragen, so dass der sehenswerte Wettbewerb über 3 Tage lief. Den Anfang machten am Freitag die Jüngsten der Altersklasse U16, mit dabei Marie Weinberger im 7-Kampf der W15. Der zweitägige Wettbewerb begann  mit dem Hürdensprint. Marie behielt trotz des ungewohnten  Umfeldes ihre Nerven im Griff und startete mit neuer persönlicher Bestleistung von 12,43 sec über die 80Meter-Hürden. Beim darauf folgenden Hochsprung kam sie mit dem Anlauf  auf der leicht abfallenden Anlage nicht zu Recht, so dass sie letztlich  mit 1,43 Meter deutlich unter ihrem Leistungsvermögen blieb. Im folgenden Kugelstoßen zeigte Marie aber, dass es bei einem Mehrkampf darum geht, nicht nachzulassen. So sie steigerte sich im letzten Versuch trotz dem eingesetzten Starkregen auf 12,07 Meter. Mit der  viertbeste Leistung in der Konkurrenz konnte sie wieder etliche Plätze im engen Feld gut machen. Den Abschluss des ersten Tages bildet bei den U16 der 100 Meter Sprint. Hier machte sich das Trainingsdefizit leider bemerkbar, trotzdem konnte sie mit 13,28 sec durchaus zufrieden sein.

Am Samstag starteten auch die Erwachsenen, mit prominenten Athletinnen wie Emma Kaul, in den Wettbewerb, was das ganze Ereignis für die junge Athletin der LG Donau-Ries noch intensiver machte. Für Marie begann der Tag mit dem Weitsprung. Hier hatte sie im ersten Versuch mit einem Sicherheitssprung ca. 30 cm vor dem Brett 4, 60m erzielt. Aufgrund des stetig wechselnden Windes war ein gültiger Versuch hier erstmal wichtig. Leider machten gerade die Windverhältnisse es schwierig wirklich passend ans Brett zu kommen, so dass es bei den 4, 60 Metern blieb.

Im anschließenden Speerwurf zeigte Marie eine konstante Leistung, hatte aber hier auch wieder den Wind gegen sich. So wurde ihr letzter und bester Wurf mit einer Windböe in der Luft regelrecht gestoppt und blieb bei guten 30,24 Metern hängen. Beim abschließenden 800Meter-Lauf aktivierte die Athletin aus Donauwörth nochmals alle Kräfte und hielt sich sekundengenau an die Anweisungen ihres Trainerteams aus Rain. Unter den Anfeuerungsrufen des mitgereisten Fanclubs blieb sie mit 2:29,81 min nur knapp über ihrer persönlichen Bestzeit.

Am Ende konnte sie sich  in einem sehr engen Feld - es fehlten nur 40 Punkte zu Platz 7 -  über einen 11. Platz mit 3643 Punkten bei ihren ersten Deutschen Mehrkampfmeisterschaften  freuen.